November 2023 – Glückwunsch

Herzlichen Glückwunsch an alle, die den Dan Shinsa Hontai Yoshin Ryu während des Keikokai in Pomezia bestanden haben. Herzlichen Glückwunsch an unsere Dojo-Mitglieder Michael Ziebis (Yondan Hontai Yoshin Ryu Jujutsu) für Shodan im Iaijutsu und Gilvan Barroso für Shodan Hontai Yoshin Ryu Jujutsu.

November 2023 – Keikokai Hontai Yoshin Ryu in Pomezia/Rom

Ich freue mich immer wieder über die Tatsache, dass die Teilnahme an einem Keikokai oder Taikai in unserem Koryu sowohl für den einzelnen Schüler als auch für die Gruppe ein großer Schub ist. Ich habe in den letzten zwei Trainings so viele gute Kommentare gehört, die gezeigt haben, dass Veranstaltungen wie diese das Verständnis vertiefen. Deshalb versuche ich immer, unsere Dojo-Mitglieder zu motivieren, mitzumachen und an diesen internationalen Treffen teilzunehmen. Und – sie lieben es.

Iaido Seminare in München und Braunschweig mit René van Amersfoort

Am 19./20. August fand in München und am 09./10. September in Braunschweig jeweils ein Iaido Seminar unter der Leitung von René van Amersfoort (Kyoshi, 7. Dan) statt. In München wurde an beiden Tagen die ZNKR Kata unterrichtet. In Braunschweig am Samstag ZNKR und am Sonntag Koryu Kata. In Braunschweig wurde René van Amersfoort von Peter Röder (Renshi, 7. Dan) und Nicolas Vaes (6. Dan) beim Unterrichten unterstützt. Es gab bei beiden Seminaren wieder viel mitzunehmen. Für diesen Bericht werde ich mich auf zwei Punkte beschränken, die ich mitgenommen habe.

Der erste Punkt ist die Handhaltung der rechten Hand am Schwertgriff. René van Amersfoort zeigte, wie die Handhaltung sich ändert, je nachdem ob ein senkrechter oder waagerechter Schnitt, oder ein großes Chiburi ausgeführt wird. Kirite ist die „schneidende Hand“. Dabei liegt der Schwertgriff etwa in einem 45° Winkel in der Handfläche und der Handballen umschließt den Schwertgriff recht gleichmäßig links und rechts vom Schwertrücken aus gesehen. Beim waagerechten Schnitt bewegt sich die Hand nach rechts am Griff, so dass sie am Ende des Schnitts von oben auf der flachen Seite aufliegt. Beim O-chiburi hingegen bewegt sich der Handballen weiter nach links, um auch in der 45° Position am Ende das Schwert unter Kontrolle zu haben. Letzteres wird als Tomete, „stoppende Hand“ bezeichnet. Wer den Begriff für die zweite Handhaltung findet, kann sich bei mir melden (^-^).

René van Amersfoort fasste mit „ni-ku, san-ke“ zusammen, wie eine Technik auszuführen ist. „Ni-ku, san-ke“ ist eine Abkürzung und heißt übersetzt „zwei ku, drei ke“. Die zwei ku stehen für OchitsuKU und HayaKU (ruhig und schnell). Jeder Schnitt sollte aus einem ruhigen Geist, einer ruhigen Körperhaltung starten und dann durch Schnelligkeit ins Ziel gebracht werden. Es erinnert mich an die Ausführung unserer Jujutsu Techniken. Auch hier soll der Angreifer so lange wie möglich nicht spüren, dass er selbst in Gefahr ist. Die drei ke stehen für MetsuKE, NukitsuKE und KiritsuKE (Einsatz der Augen, Ziehen des Schwertes mit direktem Übergang zum Schnitt, Schnitt ausführen). Das gilt es zu üben und immer wieder zu überprüfen.

Vielen Dank an René van Amersfoort, Peter Röder und Nicolas Vaes für die lehrreichen Wochenenden. Und an die ausrichtenden Vereine, Aikido Yoshinkan München und Löwen Dojo Braunschweig, für die Möglichkeit dazu.

Neues Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene (Wieder)Einsteiger

Mit dem Start des neuen Schuljahres 2023/24 gibt es ein neues Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene (Wieder)Einsteiger, mittwochs 17:45 – 19:00 Uhr.

Die neue Stunde ist für die Jugendlichen als Übergang vom Jugendtraining ins Erwachsenentraining angelegt. Gleichzeitig sind alle erwachsenen Interessenten eingeladen, Kampfkunst als Ausgleich zum Alltag (wieder) zu entdecken. Wir werden uns in der Stunde sowohl mit Grundlagen aus dem waffenlosen Kämpfen als auch mit Stock und Schwert beschäftigen. Ein Einstieg ist jederzeit nach Absprache möglich.

Die Jugendlichen können solange sie Schüler / Azubis sind an der Stunde teilnehmen. Für Erwachsene ist die Teilnahmezeit auf ein Jahr beschränkt. Im Anschluss stehen die Stunden am Dienstag und Donnerstag zum Weiterüben offen.

Die Stunden beginnen je für drei Wochen mit einem der drei Themenfelder: Schwert, Jujutsu oder Stock. Im zweiten Teil des Training folgen je nach Wissenstand allgemeine Grundlagen. Zum Abschluss gibt es eine kleine Fitnesseinheit und Zweikampf.

Iaido Landeslehrgang II 2023 in Coburg

(Von Randolf)

Am Wochenende 03./04. Juni 2023 fand der zweite Iaido Landeslehrgang 2023 des Bayrischer Iaido-Bund e.V. in Coburg statt. Mit dabei waren am Samstag, mit Dinah und mir, auch zwei Iaidoka des Taidokan.

Unter der Leitung von Rudi Müller (7. Dan Iaido kyoshi), übten die Iaidoka am Samstag in Kleingruppen unterschiedlicher Graduierung einhändige Schnitttechniken. Auch unter Zuhilfenahme von Utensilien wie „Teufelsgesichtern“ auf Papier.

Zum Trainingsende hin konnten die Teilnehmer die 12 ZNKR Techniken vor den höher Graduierten Iaidoka vorführen und bekamen direkt ein kurzes Feedback mit Verbesserungsvorschlägen.

Am Samstagabend fand dann die Prüfung zum ikkyu statt. Herzlichen Glückwunsch noch einmal an dieser Stelle an alle erfolgreichen Absolventen der Prüfung.

Im Anschluss an einen Grillabend fand dann die jährliche Sitzung des Bayerischen Iaido-Bundes statt. Hier wurde aus den verschiedenen Bereichen berichtet und über bestimmte Themen abgestimmt. Hierzu waren aus den einzelnen Mitgliedsvereinen die Vertreter und Delegierten anwesend.

Vielen Dank an alle Sensei, die uns am Samstag angeleitet haben und an den Ausrichter des Lehrgangs, den TSV Scheuerfeld 1900 e.V.!

Juni 2023 – Taikai Hontai Yoshin Ryu in Helsinki (Finnland)

Drei Tage internationales Treffen mit Inoue Kyoichi Soke, Stelvio Sciutto Sensei, unseren Freunden der HYR-Family, und viel Übung! Außerdem beglückwünschen wir drei Prüflinge. Ein tolles Team und ein guter Schritt für unser Dojo – herzlichen Glückwunsch!

von links: Randolf Sander (Shodan), Holger Engelbrecht (Nidan), Michael Ziebis (Yondan), Michael Wagner.
Teilnehmer Taikai 2023 in Helsinki

Iaido Bundeslehrgang I in Düsseldorf

In diesem Jahr fand der erste Iaido Bundeslehrgang am 29./30. April in Düsseldorf statt. Mit dabei aus unserem Dojo waren Michael Ziebis und ich, beide etwas gesundheitlich angeschlagen, aber hoch motiviert. Am Samstag wurden wir von Andrea Röder (Renshi, 6. Dan) und André zum Bruch (Renshi, 6. Dan) unterrichtet. Geübt wurden die ZNKR Techniken, die am Abend zur Prüfung dran kommen sollten. Da nicht Mae, wie sonst oft üblich, sondern Ushiro die erste Prüfungsform für die Prüflinge zum Shodan und Nidan sein sollte, wurde extra geübt, wie wir vom Angrüßen zu Ushiro kommen. Die Gruppe der Shodan-Aspiranten war recht groß, daher wurde die gesamte Zeit am Samstag für die Prüfungsvorbereitung genutzt. Auch endete das Training etwas eher als geplant, damit für die Prüfungen genügend Zeit war.

Es traten dann 12 Iaidoka zum Shodan, vier zum Nidan, einer zum Sandan und zwei zum Yondan an. Alle zeigten, was sie in den letzten Monaten und Jahren geübt hatten, so gut es ihnen an diesem Tag möglich war. Im Anschluss an die Prüfungen wurden die Ergebnisse verkündet und die Urkunden verteilt. Bis auf einen Prüfling konnten alle die Prüfer mit ihren Leistungen überzeugen. Die Schlussworte nach der Prüfung waren: „Nach der Prüfung ist vor der Prüfung“. Und speziell für die neuen Shodan: „Ein Jahr geht schneller vorbei als ihr denkt“.

Vielen Dank an unsere Lehrer im Taidokan für die Vorbereitung zur Shodan-Prüfung!

Am Sonntag standen wahlweise Koryu kata oder ZNKR kata auf dem Programm. Wir beide entschieden uns für ZNKR kata und übten bei Rudi Müller (Kyoshi, 7. Dan). alle übrigen Formen, die nicht am Samstag zur Prüfung für uns dran kamen. Außerdem haben wir einen Einblick in eine längere Schwertform (wohl aus dem Aikido) erhalten und haben die Standvarianten der ersten vier ZNKR Formen kennengelernt.

Vielen Dank an alle Sensei, die uns am Wochenende unterrichtet haben und an den Hakushinkai Düsseldorf e. V. für die Ausrichtung des BLG I 2023!

Freizeit

Sonntagsausflug nach Berlin ins Samuraimuseum

Das Kirschblütenfest (Hanami) 2023

Die Kampfkunst, die wir in unserem Dojo trainieren, hat ihre Wurzeln in Japan. Deshalb feiern wir auch gemeinsam das traditionell japanische Kirschblütenfest Hanami.

Dafür warten wir, bis auch bei uns in Deutschland die Kirschblüten blühen. Das passiert meistens im April oder Mai.

Kleiner Exkurs:

In Japan ist es teilweise deutlich früher soweit. Durch die langgezogene Form der japanischen Inselwelt findet die Kirschblüte jedoch nicht überall am gleichen Tag statt – in Okinawa kann man beispielsweise schon gegen Ende Januar die Kirschblüten bewundern, auf Hokkaido blühen sie meist erst Ende April oder in den ersten Mai-Tagen. Was ich total spannend finde: Es gibt sogar jedes Jahr Fernsehberichte und Karten, die für jede Region den Beginn und den Höhepunkt der Kirschblüte anzeigen, sodass alle Japaner wissen, wann in ihrer Gegend die schönsten Kirschblüten zu sehen sind. (Ein schöner Beitrag dazu hinter dem Link.)

Mit freundlicher Genehmigung des BUND Naturschutzes konnten wir in diesem Jahr am 1. Mai die Blüten auf der Kirschwiese bei Mistelgau bestaunen und dort gemeinsam picknicken.

Erfolge

Zwei neue Shodan in Iaido: Dinah Kretschmer und Michael Ziebis.

Und ein großer Schritt für unser Dojo: Michael Wagner erhält die Shoden-Lizenz in Hontai Yoshin Ryu. Eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Ganbatte!

 

vorne von links: Dinah Kretschmer, Michael Wagner, Michael Ziebis