Anfragen über Formulare wieder möglich

Wir möchten uns bei allen entschuldigen, die in der letzten Zeit Anfragen über unsere Kontaktformulare gesendet, aber keine Antwort erhalten haben. Die Formulare wurden auf Grund von Spam sicherheitshalber von unserem Homepage-Host gesperrt. Leider war das auf der Homepage nicht ersichtlich und ist erst in den letzten Tagen aufgefallen. Die Formulare wurden gegen Spam gesichert und sind jetzt wieder einsatzbereit. Wir freuen uns auf Nachrichten!

Budo am Buß- und Bettag 2025

Zum Buß- und Bettag gab es in diesem Jahr für die Kinder wieder die Möglichkeit, ihren Ferientag im Taidokan zu verbringen. Wir haben gemeinsam trainiert, gegessen und uns einer neuen Herausforderung gestellt: dem japanischen Buchbinden.

Jedes Kind konnte sein eigenes Buch gestallten. Es gab verschiedene Motive für die Vorder- und Rückseite zur Auswahl. Diese mussten dann zunächst auf das Maß der Buchseiten zugeschnitten werden. Anschließend haben wir Vorder- und Rückseite mit einem Papierbohrer gelocht. Für die Fadenbindung gab es wieder verschiedene Farben zur Auswahl.

Die Bindung des Buches erfolgte dann mit Nadel und Faden nach einem japanischen Muster. Am Ende konnte, wer wollte, das Buch noch mit Washi Tape, japanischem Papierklebeband mit verschiedenen Motiven, bekleben. So sind viele verschiedene schöne Bücher entstanden.

Frühjahrsputz im Dojo

Frühjahrsputz im Dojo! Es wurde gesaugt, gewischt und geputzt – jetzt glänzt alles und ist bereit für die nächsten Trainingseinheiten.

Budo am Buß- und Bettag 2024

Kumihimo – geflochtene Bänder – sind ein wichtiger Bestandteil der alten Kultur Japans. Man kann sie in vielen Bereichen finden, ob zum Verzieren von Geschenken, als Teil der Alltagskleidung oder um eine Samurairüstung zusammenzuhalten – Kumihimo waren einst nicht aus dem Alltag der Japaner wegzudenken. Und auch heute noch sind sie Teil des japanischen Kulturgutes.

Neben Training und Spielen haben wir uns dieses Jahr am Budo-Tag daher mit der japanischen Kunst des Flechtens beschäftigt. Zunächst haben sich alle Kinder eine Flechtscheibe erstellt. Diese runde Scheibe ist dem Marudai, dem runden Flechtstuhl, nachempfunden. Am Rand haben wir Schlitze in die Scheibe geschnitten, um die Fäden fixieren zu können und in die Mitte ein Loch, durch das das geflochtene Band läuft. Dann konnten sich alle Kinder Muster und Farben für ihre geflochtenen Bänder aussuchen und die Fäden zuschneiden.

Je nach gewähltem Muster ging die Arbeit anschließend schneller oder langsamer voran, war einfacher oder komplexer. Dabei war eine wichtige Erkenntnis, dass man sich manchmal eingestehen muss, dass eine selbst gestellte Aufgabe noch zu schwer ist; und manchmal sollte man sich mehr zutrauen, als man schon kann. Eine Aufgabe, die ein bisschen über den aktuellen Fähigkeiten liegt, bietet die beste Möglichkeit für Entwicklung. So ist es beim Flechten, im Budo und wahrscheinlich allgemein im Leben.

Insgesamt hatten wir wieder viel Spaß am Budo-Tag und alle Kinder konnten neben neuen Erfahrungen auch Kumihimo mit nach Hause nehmen.

Hontai Yoshin Ryu Keikokai 2024 in Pomezia

Der diesjährige Hontai Yoshin Ryu Keikokai in Italien fand wie bereits letztes Jahr in Pomezia statt. Für das gemeinsame Training vom 18.-20. Oktober 2024 reisten wir zu zehnt in einer gut gemischten Gruppe mit unterschiedlichen Erfahrungslevels an.  Einige waren inzwischen bei vielen Keikokai und Taikai dabei, andere zum ersten Mal; einige bringen viele Jahre Trainingserfahrung im Gepäck mit, andere reisen mit leichtem Gepäck. Viel Platz für neue Erfahrungen sollte man bei einem Keikokai aber immer einplanen.

Eine für alle neue Erfahrung waren sicherlich die Prüfungen am Freitagabend ohne die Anwesenheit von Soke.  Aus gesundheitlichen Gründen konnte er leider kurzfristig nicht nach Italien reisen. Das Prüfungskomitee bestand daher diesmal aus den anwesenden Okuden Inhabern unserer Schule Sciutto Sensei (Italien), Roncioni Sensei (Belgien) und Browne Sensei (England). Die Prüfungen wurden auf Video aufgezeichnet für eine spätere Beurteilung durch Soke. Aus unserem Dojo sind Reinhard zum Nidan (2. Schwarzgurt) im Jujutsu und ich zum Shodan (1. Schwarzgurt) im Iaijutsu angetreten. Unterstützt wurde Reinhard von Michael Ziebis Sensei als Uke.

Weitere neue Erfahrungen konnten wir in den Trainings sammeln. Am Freitag haben sich die Mudansha (noch nicht Schwarzgurte) mit Tanto dori beschäftigt und die Yudansha mit Tachi dori und Hanbo gyaku. Am Samstag gab es dann drei Gruppen. Die Mudansha haben ihr Wissen in Oku no Kata und Hanbo Omote vertieft, die Yudansha mit 1. und 2. Dan haben Tanto Dori und ebenfalls Oku no kata geübt und die Yudansha ab 3. Dan haben sich mit Omote no kata und fortgeschrittenen Hanbo-Techniken beschäftigt. Neben neuen technischen Details habe ich gelernt, dass „Tanto dolori“ auf Italienisch „so viel Schmerz“ bedeutet. Das erklärt einiges 😉 Am Samstagnachmittag war für alle gemeinsam freies Übung möglich und am Sonntag war dann Schwert-Tag. Die Yudansha übten sich in Tachi Kumidachi und in Iai ura no kata. Die Mudansha starteten zunächst Waffenlos, bevor dann auch in dieser Gruppe das Schwert gezogen wurde.

Die Abende verbrachten wir in geselliger Runde. Es wurde auf die Gesundheit von Soke angestoßen und auf die Gemeinschaft, die ein Dojo und auch eine Schule / Strömung (Ryu) ausmacht. Ohne Übende und ohne regelmäßigen Austausch zum Lernen kann eine Ryu nicht weiterfließen. Von daher sei allen gedankt, dich sich mit auf die Reise gemacht haben und auch allen, die regelmäßig im Dojo trainieren. Außerdem möchte ich unseren Sensei für die Prüfungsvorbereitung danken. Domo arigato gozaimashita.

Frohes Neues Jahr

Neues Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene (Wieder)Einsteiger

Mit dem Start des neuen Schuljahres 2023/24 gibt es ein neues Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene (Wieder)Einsteiger, mittwochs 17:45 – 19:00 Uhr.

Die neue Stunde ist für die Jugendlichen als Übergang vom Jugendtraining ins Erwachsenentraining angelegt. Gleichzeitig sind alle erwachsenen Interessenten eingeladen, Kampfkunst als Ausgleich zum Alltag (wieder) zu entdecken. Wir werden uns in der Stunde sowohl mit Grundlagen aus dem waffenlosen Kämpfen als auch mit Stock und Schwert beschäftigen. Ein Einstieg ist jederzeit nach Absprache möglich.

Die Jugendlichen können solange sie Schüler / Azubis sind an der Stunde teilnehmen. Für Erwachsene ist die Teilnahmezeit auf ein Jahr beschränkt. Im Anschluss stehen die Stunden am Dienstag und Donnerstag zum Weiterüben offen.

Die Stunden beginnen je für drei Wochen mit einem der drei Themenfelder: Schwert, Jujutsu oder Stock. Im zweiten Teil des Training folgen je nach Wissenstand allgemeine Grundlagen. Zum Abschluss gibt es eine kleine Fitnesseinheit und Zweikampf.

Freizeit

Sonntagsausflug nach Berlin ins Samuraimuseum

Das Kirschblütenfest (Hanami) 2023

Die Kampfkunst, die wir in unserem Dojo trainieren, hat ihre Wurzeln in Japan. Deshalb feiern wir auch gemeinsam das traditionell japanische Kirschblütenfest Hanami.

Dafür warten wir, bis auch bei uns in Deutschland die Kirschblüten blühen. Das passiert meistens im April oder Mai.

Kleiner Exkurs:

In Japan ist es teilweise deutlich früher soweit. Durch die langgezogene Form der japanischen Inselwelt findet die Kirschblüte jedoch nicht überall am gleichen Tag statt – in Okinawa kann man beispielsweise schon gegen Ende Januar die Kirschblüten bewundern, auf Hokkaido blühen sie meist erst Ende April oder in den ersten Mai-Tagen. Was ich total spannend finde: Es gibt sogar jedes Jahr Fernsehberichte und Karten, die für jede Region den Beginn und den Höhepunkt der Kirschblüte anzeigen, sodass alle Japaner wissen, wann in ihrer Gegend die schönsten Kirschblüten zu sehen sind. (Ein schöner Beitrag dazu hinter dem Link.)

Mit freundlicher Genehmigung des BUND Naturschutzes konnten wir in diesem Jahr am 1. Mai die Blüten auf der Kirschwiese bei Mistelgau bestaunen und dort gemeinsam picknicken.

Teilnahme an der Deutschen Iaido Meisterschaft 2023

 

Hajime – Hantei!

Zwischen diesen zwei vom Wettkampfleiter ausgesprochenen Wörtern liegt die Kata-Folge, die beide Wettkämpfer absolvieren, die sich an der roten bzw. weißen Startlinie positioniert haben.

EINZELWETTKAMPF

Man unterscheidet Pool-Runde und K.O.-Runde.

In der Pool-Runde stehen maximal 4 Minuten zur Verfügung. Hajime ist der Start zum Angrüßen, es folgen drei kurz zuvor bekannt gegebene Kata des ZNKR Iaido und das Abgrüßen. Stehen beide Iaidoka wieder in der Grundstellung (teito shisei), ruft der Wettkampfleiter „Hantei“ und ruft damit die Juroren zu einer Bewertung auf. Umgehend heben die drei Wettkampfrichter die Fahnen (ohne Absprache) und signalisieren damit ihre Bewertung. Rot oder Weiß – wie die Startlinie und die Umrandung des Shiai-Jo (Wettkampffeldes, 3 x 7m). „Shobu Ari“ (eine Entscheidung ist gefallen). Die Wettkämpfer nehmen die Entscheidung an, machen drei Schritte rückwärts, wenden und geben den Weg für den folgenden Iaidoka frei.

Unterteilt wird beim Einzelwettkampf in Graduierung, also Mudan (kein Dan), Shodan (1. Dan) etc. Der Vergleich erfolgt innerhalb der Graduierung nach den Bewertungsrichtlinien des ZNKR.

In der K.O.-Runde werden bis einschließlich 3.Dan jeweils 5 Kata des ZNKR Iaido gezeigt. Ab dem 4. Dan werden auch Koryu-Kata vorgeführt. Für die K.O.-Runde stehen dem Wettkämpfer 6 Minuten zur Verfügung, was mehr Zeit für Zanshin und Rhythmus erlaubt.

Die Zeit wird von anderer Seite überwacht. Ist einer oder beide Wettkämpfer über der Zeit, wird das den Wettkampfrichtern durch die gelbe Flagge des Zeitnehmers signalisiert.

Ebenso wie bei einem vollständigen Übertreten der Umrandung ruft der Wettkampfleiter in diesem Falle „Gogi“, was eine kurze Beratung der 3 Kampfrichter einleitet. Der Sieg geht dann einstimmig an den Wettkämpfer, der unter der Zeit blieb bzw. nicht übertreten hat. Haben beide diesen Fehler gemacht, wird nach Technik abgestimmt.

Unseren 3 Wettkämpfern passierte dies nicht, aber in den anderen Kämpfen kam es durchaus vor. Vor allem das Zeitlimit im Pool-Kampf ist eng gesetzt.

Beim Einzel-Wettkampf muss man sich zunächst aus dem Pool „herauskämpfen“. Der Pool besteht in der Regel aus 3 Wettkämpfern, es können aber auch Vier oder Zwei sein, je nach Zahl der Anmeldungen. Es zählen die Anzahl der gewonnenen Kämpfe, bei Gleichstand die Anzahl der gewonnenen Fahnen. Weiter kommen der Erst- und Zweitplatzierte.

Nach den Pools erfolgt die K.O.-Runde. Kampf gewonnen bedeutet eine Runde weiter.

Vergeben wird innerhalb der Graduierung der erste Platz, der zweite Platz, zwei dritte Plätze und jeweils eine Auszeichnung für „Fighting Spirit“ – wer also einen besonderen Kampfgeist vermitteln konnte.

Für unseren Verein erreichte Michael Ziebis den zweiten Platz bei Mudan (Vizemeister), Gilvan den Fighting Spirit beim Shodan und ich den Fighting Spirit beim Nidan.

Es waren viele Wettkämpfer zu dieser Meisterschaft angetreten und das jeweilige Feld war „eng besetzt“. Hier wurde noch am Abschluss des Turniers eine neue Regel für die Zukunft bekannt gegeben. Sie vermeidet, dass Wettkämpfer zu häufig in ihrer Kategorie antreten und so zum Beispiel kein „alter“ Sandan, der lange keine Prüfung zum Yondan macht, auf einen „neuen“ Sandan trifft. Diese Regelung gibt es bereits bei der Europäischen Meisterschaft. Genaueres wird bekannt gegeben.

Der erste Tag gehörte komplett den Einzelwettkämpfen in fast allen Kategorien.

Nach den Wettkämpfen ging es zusammen in ein Traditionsbrauhaus in Augsburg, wo man ausgiebig anstoßen, feiern und die Wunden lecken konnte.

Der zweite Tag begann um 9 Uhr mit den Einzelwettkämpfen der höheren Graduierungen. Sehr lehrreich und interessant zum Zusehen und zum Prüfen, wie das eigene Urteil mit dem der Wettkampfrichter übereinstimmt. Es ist wichtig, das Auge gut zu üben; denn das hilft, auch auf eigene Fehler aufmerksam zu werden.

 

Drei Teilnehmer – vier Auszeichnungen

 

 

TEAMWETTKAMPF

Kurz vor 12 Uhr war die Zeit der Teamwettkämpfe.

Es waren 12 Teams aus Deutschland gemeldet. Der jeweilige Landesverband nominiert die Mitglieder im Vorfeld.

Ein Team besteht in der Regel aus 3 oder 4 Iaidoka. Die Regelung für die Teilnahme besagt, dass pro Team max. 8 Dan Grade pro Kampf antreten. Also z.B. in unserem Fall 2 x 2. Dan und 1 x 4. Dan = 8.

Andere Kombinationen z.B. 1. Dan, 2. Dan und 5. Dan = 8.

Ebenso wie im Einzelkampf gibt es hier den Poolkampf, in dem sich 2 aus 3 Teams für die K.O.-Runde qualifizieren. Danach wieder sofortiges Ausscheiden des unterlegenen Teams.

Interessant ist, dass die Positionen jeweils neu besetzt werden können. In unserem Team hatten wir 4 Wettkämpfer: 3 Nidan und einen Yondan. So konnten wir auch einmal umbesetzen. Man versucht dann, die eigene Aufstellung zur Aufstellung des gegnerischen Teams zu optimieren – das ist bereits eine Frage der Strategie (Hyoho/Heiho). Allerdings muss die Aufstellung vor jedem Kampf geheim dem Wettkampfreferat mitgeteilt werden. Was das Ganze doch eher zum Glückspiel macht.

Persönlich konnte ich in allen 6 Kämpfen antreten, auf zwei der drei unterschiedlichen Positionen (senpo, chuken, taisho).

Unser Team konnte sich weit nach vorne kämpfen, auch durch die kluge Aufstellungswahl unseres Teamleiters Markus Ewinger (Yondan, Eishin Ryu  Augsburg). So erreichten wir schließlich den Titel des Vizemeisters im Teamwettbewerb.

 

Das Team Bayern B

 

Insgesamt gesehen war unser Dojo – als Anfänger im ZNKR – sehr erfolgreich. Für alle Wettkämpfer sicher ein Auf und Ab der Gefühle, viele Eindrücke und Erkenntnisse und auch der Stolz, eine solche Herausforderung angenommen zu haben. Es ist schon wichtig, aus dem Wohlfühlbereich des Dojo herauszutreten und sich mutig zu stellen. Wir müssen glücklicherweise unsere Schwertkunst nicht gegen andere Menschen anwenden – es ist daher wichtig, andere Herausforderungen in diesem Bereich zu suchen und zu bestehen.

Es ist aber auch gut, dass wir mit der Hontai Yoshin Ryu eine Kunst üben, in der uns ein realer Partner/Tekki gegenübersteht. Wir müssen auf dessen Verhalten reagieren bzw. versuchen, sein Verhalten zu lenken. Das ist mit einem „Kaso-Tekki“ (imaginären Gegner) nicht möglich. Das ist auch der Grund, dass in der ZNKR (alljapanische Kendo Vereinigung) das Erlernen des Stockkampfes (Jodo) oder sportlichen Schwertfechtens (Kendo) sehr empfohlen wird.

Fleißig üben – und feiern!