Budo am Buß- und Bettag 2024

Kumihimo – geflochtene Bänder – sind ein wichtiger Bestandteil der alten Kultur Japans. Man kann sie in vielen Bereichen finden, ob zum Verzieren von Geschenken, als Teil der Alltagskleidung oder um eine Samurairüstung zusammenzuhalten – Kumihimo waren einst nicht aus dem Alltag der Japaner wegzudenken. Und auch heute noch sind sie Teil des japanischen Kulturgutes.

Neben Training und Spielen haben wir uns dieses Jahr am Budo-Tag daher mit der japanischen Kunst des Flechtens beschäftigt. Zunächst haben sich alle Kinder eine Flechtscheibe erstellt. Diese runde Scheibe ist dem Marudai, dem runden Flechtstuhl, nachempfunden. Am Rand haben wir Schlitze in die Scheibe geschnitten, um die Fäden fixieren zu können und in die Mitte ein Loch, durch das das geflochtene Band läuft. Dann konnten sich alle Kinder Muster und Farben für ihre geflochtenen Bänder aussuchen und die Fäden zuschneiden.

Je nach gewähltem Muster ging die Arbeit anschließend schneller oder langsamer voran, war einfacher oder komplexer. Dabei war eine wichtige Erkenntnis, dass man sich manchmal eingestehen muss, dass eine selbst gestellte Aufgabe noch zu schwer ist; und manchmal sollte man sich mehr zutrauen, als man schon kann. Eine Aufgabe, die ein bisschen über den aktuellen Fähigkeiten liegt, bietet die beste Möglichkeit für Entwicklung. So ist es beim Flechten, im Budo und wahrscheinlich allgemein im Leben.

Insgesamt hatten wir wieder viel Spaß am Budo-Tag und alle Kinder konnten neben neuen Erfahrungen auch Kumihimo mit nach Hause nehmen.

Neues Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene (Wieder)Einsteiger

Mit dem Start des neuen Schuljahres 2023/24 gibt es ein neues Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene (Wieder)Einsteiger, mittwochs 17:45 – 19:00 Uhr.

Die neue Stunde ist für die Jugendlichen als Übergang vom Jugendtraining ins Erwachsenentraining angelegt. Gleichzeitig sind alle erwachsenen Interessenten eingeladen, Kampfkunst als Ausgleich zum Alltag (wieder) zu entdecken. Wir werden uns in der Stunde sowohl mit Grundlagen aus dem waffenlosen Kämpfen als auch mit Stock und Schwert beschäftigen. Ein Einstieg ist jederzeit nach Absprache möglich.

Die Jugendlichen können solange sie Schüler / Azubis sind an der Stunde teilnehmen. Für Erwachsene ist die Teilnahmezeit auf ein Jahr beschränkt. Im Anschluss stehen die Stunden am Dienstag und Donnerstag zum Weiterüben offen.

Die Stunden beginnen je für drei Wochen mit einem der drei Themenfelder: Schwert, Jujutsu oder Stock. Im zweiten Teil des Training folgen je nach Wissenstand allgemeine Grundlagen. Zum Abschluss gibt es eine kleine Fitnesseinheit und Zweikampf.

Budo am Buß- und Bettag

In diesem Jahr konnten die Kinder und Jugendlichen wieder ihren Ferientag im Dojo verbringen. Wir haben die extra Zeit genutzt zum gemeinsamen Üben, Malen, Lauschen von Geschichten … und haben auch die japanische Kultur über einen anderen Weg näher kennengelernt – Essen 🙂

Aus Reis geformte Bällchen, Onigiri, kann man in Japan in jedem kleinen Geschäft kaufen, das Lebensmittel führt. Die Bällchen können verschiedene Füllungen haben und sind zum einfachen Verzehr für Unterwegs meist in Algenblätter gewickelt. Die Kinder und Jugendlichen konnten sich ihre Reisbällchen selbst füllen und nach dem eigenen Geschmack gestalten.

Auch in den japanischen Kampfkünsten (Budo) hat jede/r ihren/seinen eigenen Geschmack. Um herauszufinden, was einem schmeckt, muss man es probieren. So reichte die Palette der geübten Techniken von Atem-Techniken aus dem Aikido, über Würfe aus dem Judo und Schlagtechniken aus dem Karate, bis hin zu grundlegenden Techniken mit dem Kurzstock aus dem Jujutsu für die älteren Kinder und Jugendlichen. Das gemeinsame Üben und Wachsen steht dabei stets im Vordergrund, denn nur zusammen macht es Spaß.